Sprachgeschichte:
NZL "rinnen", "tröpfeln", "fließen" (häufig von Süß-/Trinkwasser, sowohl aus der Erde als auch aus den Wolken): qal bhe., vereinz. mhe.1, selten mhe.2p (Midraschim), piyyut.; nif. vereinz. piyyut.; pi. vereinz. mhe.2p (Midraschim), selten piyyut.; hif. vereinz. bhe. (Jes 48,21), vereinz. mhe.1, vereinz. mhe.2b, selten mhe.2p (Midraschim), piyyut.Formen:
qal impf. 3.m.sg.
: ייזל 1QIsaa 38,14 (die trad. L. ויזל ist paläogr. unwahrsch.; für יִזְּלוּ־ Jes 45,8)hif. impf. 3.m.sg.
: יזל Sir 14,10 (Ms.A 5v,28)Semantik:
Alles zeigenA) qal fließen, Subj. Gerechtigkeit
: qb. הריעו שמים ממעלה ושחקים ייזל צדק "jauchzt, (ihr) Himmel oben und Wolken, Gerechtigkeit möge fließen" 1QIsaa 38,14 für 𝔐 הַרְעִיפוּ שָׁמַיִם מִמַּעַל וּשְׁחָקִים יִזְּלוּ־ צֶדֶק Jes 45,8B) hif. fließen lassen, Obj. Wasser
: in unklarem Kontext Sir 14,10 (Ms.A 5v,27–28) עין רע עין תעיט על לחם ומהומה על שלחנו עין טובה מרבה הלחם ומעין יבש יזל מים על השלחן "das Auge eines Missgünstigen ist ein Auge, das sich auf Speise stürzt, und Unruhe herrscht auf seinem Tisch. Ein freundlicher Blick macht viel Speise. Und: Aufgrund eines Blicks lässt (selbst) Vertrocknetes Wasser fließen über den Tisch" od. weniger wahrsch. "... ein freundlicher Blick macht viel Speise und selbst eine vertrocknete Quelle lässt ..."