Sprachgeschichte:
MʾR, "Unruhe stiften, Ärger/Destruktion verursachen" (arab. i/a; Lisān; vereinz. auch von aufbrechenden Wunden, vgl. Qāmūs II) od. "etwas anschwellen lassen, sich ausbreiten lassen" (arab. a/a, vgl. maʾi/īr = šadīd "stark", "heftig", Lisān), wobei he. →מאר hif. in Ez 28,24 Ersterem i.S.v. "Zerstörung, Verwundung bereitend" zuzuordnen ist (vgl. a. הממאיר i.S.v. "der Zerstörer" bei Saadja Gaon als Verballhornung des Namens eines Irrlehres namens Meir, Bernstein 1903, 62), was auch für die Bez. von Schimmelbefall o.Ä. an Stoffen oder Wänden als "bösartig" i.S.v. "destruktiv" Sinn ergibt: hif. bhe. (› mahe.; s.o.); sonst a. vereinz. piyyut.Formen:
nif. ptz. m.sg.abs.
: נמאר 1QHa 13,30 (Suk. 5,28)pl.abs. + ו
: ונמארים[ 4Q428 frg. 19,4hif. ptz. f.sg.abs.
: ממארת 4Q266 frg. 6 i,5Semantik:
Alles zeigenA) nif. bösartig sein, von Krankheiten u.Ä.
A.I) || →אנוש III "unheilbar"
: i.K. d. Klage des Beters 1QHa 13,30–31 (Suk. 5,28–29) ותהי לכאוב אנוש ונגע נמאר בתכמי עבדכה להכשיל [רו]ח ולהתם כוח לבלתי החזק מעמד "und es (scil. das Gift der Verleumdung) wurde zu einem unheilbaren Schmerz und einer bösartigen Plage im Inneren deines Knechts, um den Geist straucheln zu lassen und die Kraft zu vertilgen, so dass er nicht standhält" (erg. mit par. 4Q429 frg. 2,11–frg. 3,1)A.II) unsicher
: ונמארים[ 4Q428 frg. 19,4; נמאר[ 4Q426 frg. 9,1 (L.u.)
B) hif. bösartig sein, von Krankheiten u.Ä.
: halakh., i.K. der von einem Priester durchgeführten Hautkontrolle 4Q266 frg. 6 i,5 צ]רעת ממארת היא "eine bösartige Hautkrankheit ist es" (i.u.K.; par. 4Q272 frg. 1 i,13 teilw. erg.)